IM DIALOG

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Unverblümter Blick auf Zahlen, Realität und Entwicklung

 
 
 
 

Der Hochsauerlandkreis zählt zu den mittelständisch stärksten Regionen Deutschlands. Familiengeführte Betriebe, spezialisierte Industrien und eine hohe Wertschöpfungstiefe prägen die Region – und machen sie zu einem wichtigen Motor der deutschen Wirtschaft. Damit politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger diese Realität unmittelbar kennenlernen, bringt der BVMW mit der Initiative #MittelstandDirekt Abgeordnete direkt in die Unternehmen.

In diesem Rahmen besuchte die mittelstandspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen und Wahlkreisabgeordnete, Sandra Stein MdB, die Schrichten GmbH in Schmallenberg. Initiiert und organisiert wurde der Termin von Ronja Wenzel, Leiterin des BVMW-Kreisverbands Hochsauerlandkreis. Der Besuch bot einen offenen und detailreichen Einblick in die Herausforderungen eines Unternehmens, stellvertretend für viele Mittelständler im Sauerland und darüber hinaus.

Im Gespräch zwischen Frau Stein, Florian Schauerte (Geschäftsführer der Schrichten GmbH), Dr. Hanni Koch (Geschäftsführerin der VIA-Beteiligung), dem Bürgermeister von Schmallenberg Johannes Trippe und dem BVMW wurde deutlich, wie sehr die Schwäche der Automobilindustrie die Schrichten GmbH – einen kunststoffverarbeitenden Zulieferbetrieb – belasten. Diese Einblicke verdeutlichten eindrücklich, welche realen Auswirkungen die aktuelle Wirtschaftslage auf mittelständische Betriebe hat.

Ein zweiter Schwerpunkt des Gesprächs war die Sicherung von Fachkräften. Florian Schauerte machte deutlich, dass er sich praxisnahe politische Erleichterungen wünscht – beispielsweise bei steuerlichen Rahmenbedingungen, etwa Sachbezugsgrenzen oder anderen Maßnahmen, die die Attraktivität des Arbeitgebers stärken und mittelständische Personalpolitik erleichtern könnten.

 
 
 
 
 

Wie in vielen mittelständischen Betrieben belastet auch die Schrichten GmbH der wachsende Aufwand an Bürokratie, Berichtspflichten und Dokumentation. Diese Anforderungen binden wertvolle Ressourcen, die dringend für Innovation und strategische Weiterentwicklung benötigt werden.

Frau Stein zeigte großes Interesse an konkreten Praxisbeispielen und betonte die Wichtigkeit direkter Rückmeldungen. Es wurde vereinbart, im engen Austausch zu bleiben und die aufgezeigten Punkte als Impulse in die parlamentarische Arbeit mitzunehmen.

Unternehmen, die eigene Beispiele oder Vorschläge zur Entlastung des Mittelstands haben, können diese jederzeit über den Gesetzeskummerkasten des BVMW (https://www.bvmw.de/de/muenchen/unternehmertum/news/bvmw-gesetzeskummerkasten) einreichen. Die Bundeszentrale sammelt und bündelt diese Hinweise und bringt sie strukturiert in die politischen Prozesse ein.

Ein starkes Signal für politische Sichtbarkeit

Der Besuch hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll die Initiative #MittelstandDirekt ist. Nur durch den direkten Dialog vor Ort entsteht ein realistisches Bild der wirtschaftlichen Lage, der Herausforderungen und der Chancen mittelständischer Unternehmen – gerade in einer Region wie dem Hochsauerlandkreis, die für die Stabilität des gesamten Wirtschaftsstandorts Deutschland von zentraler Bedeutung ist.

Wir danken Sandra Stein MdB für den offenen Austausch, der Schrichten GmbH für die Einblicke und Ronja Wenzel für die Koordination des Termins. Wir freuen uns auf die Fortführung der Gespräche sowie eine konstruktive Zusammenarbeit im Sinne des deutschen Mittelstands.

 
 
 
 

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