Am 13. Februar 2025 besuchte Dr. Franziska Brantner, Staatssekretärin im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Bundesvorsitzende der Partei Bündnis90/Die Grünen, das Unternehmen Heidelberg iT in ihrem Wahlkreis. Der Unternehmensbesuch fand im Rahmen des politischen Dialogs zur Digital- und Innovationspolitik statt. Begleitet wurde sie von Josef Stumpf, Direktor des Bundeswirtschaftssenats in Baden-Württemberg, sowie Gertrud Hilser, Leiterin der Wirtschaftsregion Nordbaden Rhein-Neckar.

Bei einem Rundgang durch das moderne Rechenzentrum von Heidelberg iT verschaffte sich Brantner einen Einblick in die Arbeitsweise und die technologischen Anforderungen des IT-Dienstleisters und Cloud-Anbieters. Geschäftsführer und Gründer Matthias Blatz erläuterte die Bedeutung von leistungsfähigen Rechenzentren vor allem für lokale Unternehmen, die auf eine enge Serveranbindung angewiesen sind.

Ein zentrales Thema der Diskussion war die Zukunft der Künstlichen Intelligenz. In Bezug auf die neuesten Entwicklungen von NVIDIA, DeepMind, OpenAI und dem Silicon Valley wurde unter anderem die Frage aufgeworfen, warum es für Start-ups attraktiver sei, in den USA zu gründen als in Deutschland. Brantner betonte, dass die Bundesregierung bestrebt sei, die Rahmenbedingungen für innovative Unternehmen zu verbessern und Deutschland als Digitalstandort wettbewerbsfähiger zu machen.

 
 
 
 
 

Auch die Herausforderungen der Digitalisierung in Deutschland wurden thematisiert. Besonders im Vergleich zu Estland, das als Vorreiter in der digitalen Verwaltung gilt, gebe es Nachholbedarf. Brantner wies darauf hin, dass Estland jedoch kein föderal organisierter Staat sei, was den Vergleich erschwere. Dennoch müsse Deutschland entschlossener handeln, um im internationalen Wettbewerb nicht weiter zurückzufallen. Die Diskussion drehte sich dabei auch um die Frage nach einem möglichen Ministerium für Digitalisierung. Während manche politische Mitbewerber ein eigenes Digitalministerium fordern, vertreten die Grünen die Ansicht, dass finanzielle und personelle Ressourcen besser in einem bereits bestehenden Ministerium gebündelt werden sollten, um die Digitalisierung effizient voranzutreiben.

Zum Abschluss des Gesprächs wurde der Abbau von Bürokratie intensiv diskutiert. Josef Stumpf und Gertrud Hilser hoben hervor, wie belastend bürokratische Hürden für kleine und mittelständische Unternehmen seien. Brantner stellte in diesem Zusammenhang die Praxischecks ihres Ministeriums vor, die künftig verpflichtend für alle Ministerien eingeführt werden sollen. Zudem bat sie die Vertreter des Wirtschaftsverbands um konkrete Beispiele für bürokratische Hindernisse, um gezielt Verbesserungen vorantreiben zu können.

Dr. Franziska Brantner bedankte sich für den offenen und ehrlichen Austausch und betonte, dass sie weiterhin im engen Kontakt mit kleinen und mittelständischen Unternehmen bleiben möchte. Sie hob hervor, dass die mittelständische IT-Wirtschaft eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Transformation Deutschlands spiele.

 
 
 
 

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