IM DIALOG

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Für eine Wirtschaftspolitik, die das Handwerk stärkt

 
 
 
 

Der Bundestagsabgeordnete Stephan Thomae, parlamentarischer Geschäftsführer der FDP-Bundestagsfraktion, besuchte am 6. Februar 2025 die Bäckerei Holderied in Lindenberg im Allgäu. Der Unternehmensbesuch fand im Rahmen der Bundestagswahlkampagne „Mittelstand direkt“ des BVMW statt. Begleitet wurde Thomae von Daniela Lanz, Leiterin des Kreisverbandes Ravensburg, Lindau, Memmingen Kempten.

Während einer Führung durch die Bäckerei und Konditorei verschaffte sich Stephan Thomae einen Einblick in die Produktionsabläufe und das handwerkliche Arbeiten des Betriebs. Dabei wurden zentrale Herausforderungen besprochen, mit denen das Unternehmen und viele mittelständische Betriebe der Region derzeit konfrontiert sind.

Ein Thema des Gesprächs war die Belastung durch hohe Energiepreise. Der Bäckermeister betonte, dass die stark gestiegenen Energiekosten die Wirtschaftlichkeit seines Unternehmens erheblich beeinträchtigt hätten. Insbesondere für energieintensive Handwerksbetriebe seien Maßnahmen zur Entlastung dringend notwendig.

 
 
 
 
 

Neben den Energiekosten wurde auch der Fach- und Arbeitskräftemangel thematisiert. Der Unternehmer erklärte, dass es immer schwieriger oder fast unmöglich werde, qualifiziertes Personal zu finden, und dass der Nachwuchs im Bäckerhandwerk fehle. Insbesondere aber stelle der fehlende Nachwuchs im Handwerk nicht nur eine Bedrohung für sein eigenes Unternehmen dar, sondern für das gesamte deutsche Handwerk. Gerade in ländlichen Regionen sei es zunehmend schwer, junge Unternehmerinnen und Unternehmer zu finden, die bereit seien, bestehende Betriebe zu übernehmen und weiterzuführen. Thomae betonte, dass die Politik bessere Rahmenbedingungen schaffen müsse, um Betriebsübergaben zu erleichtern und Anreize für Nachfolger zu schaffen.

Auch die Bürokratiebelastung wurde intensiv diskutiert. Der Geschäftsinhaber wies darauf hin, dass der bürokratische Aufwand für mittelständische Unternehmen stetig zunehme und wertvolle Ressourcen binde. Besonders Dokumentationspflichten in ihrem jetzigen Ausmaß seien für kleine Betriebe oft schwer zu bewältigen.

Zusätzlich äußerte der Geschäftsinhaber seine Sorge über die steigenden Arbeitskosten durch erhöhte Sozialabgaben. Diese würden die Wettbewerbsfähigkeit vieler Unternehmen gefährden und die Schaffung neuer Arbeitsplätze erschweren. Viele mittelständische Unternehmen seien seiner Ansicht nach nicht mehr in der Lage, die resultierenden Nettolohnverluste durch ein höheres Entgelt auszugleichen. Kritisch sieht er in diesem Zusammenhang auch die politische Erhöhung des Mindestlohns auf 15€. Stephan Thomae zeigte Verständnis für diese Problematik und betonte, dass die FDP sich für eine Senkung der Steuer- und sozialabgabenlast stark mache, um mittelständische Unternehmen und ihre Arbeitnehmer zu entlasten.

Nach dem Rundgang bedankte sich Stephan Thomae für den offenen Austausch und sicherte zu, die Anregungen und Sorgen des Mittelstandes in die anstehenden politischen Entscheidungsprozesse einzubringen. Er betonte, dass der Mittelstand das Rückgrat der deutschen Wirtschaft sei und die Politik Rahmenbedingungen schaffen müsse, die eine nachhaltige und erfolgreiche Unternehmensführung ermöglichen.

 
 
 
 

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